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Hier finden Sie täglich eine kleine Anzahl beachtenswerter Artikel, in der Hoffnung, dass unsere Textempfehlungen etwas zur Steigerung der Empfindungsfähigkeit der Menschen untereinander beitragen.

Logo Bahn-Spitzel schalten Kritiker aus

Eintrag von Robert John, 28. März 2009

Die Deutsche Bahn hat die Kommunikation von Bundestagsabgeordneten, ihren eigenen Mitarbeitern, Gewerkschaftsmitgliedern, Journalisten und Verkehrsexperten nicht nur überwacht, sie hat die Kommunikation sogar manipuliert. Spiegel Online berichtet, dass Streikinformationsschriften an die Lokomotivführer von der Bahn nicht nur gelesen wurden, "sie wurden auf Anweisung des sogenannten Initiativkreises Arbeitskampf sogar gelöscht und erreichten ihren Adressaten nie."

Bei der Bahn galt mit Billigung der Regierung offenbar jahrelang, Kritiker auszuschalten: Journalisten, Gewerkschafter und selbst Politiker. Noch werden dafür glücklicherweise nur E-Mails gelöscht oder Telefonate abgehört.

Die Deutsche Bahn ist zwar ein privatrechtlich organisiertes, aber hundertprozentiges Staatsunternehmen, das von der öffentlichen Hand betrieben wird. Deshalb liegt die Entscheidung über Hartmut Mehdorn bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie denkt aber nicht daran, Mehdorn zu feuern. Ebensowenig Druck macht Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD).

Bahn löschte Streik-E-Mails der Lokführer (Agentur-Nachricht)
Spiegel Online, 28. März 2009

Heribert Prantl: Der Fahrplan in den Abgrund (Kommentar)
Süddeutsche Zeitung, 28. März 2009

Permalink | 2 Kommentare



eigentlich schade
02.04.09 [13.06]
das hier nur ein Aspekt der Meldung wiedergegeben wurde
Was ist den mit der Aussage der Bahn, das diese besagte Rundmail den Server hat zusammenbrechen lassen?
Und was ist mit der Meinung der Bahn, das das verschicken von Streikmails über Dienstwege rechtlich unzulässig ist? Soweit ich weiß gibt es da wohl mind. 2 Meinungen.

Es ist sicherlich das wenigste koscher, was die Bahn da macht in Punkto Datenschutz, aber vielleicht ist ja auch nicht alles falsch? Schon mal daran gedacht?


Re: eigentlich schade
03.04.09 [15.12]
Die Sach- und Rechtslage ist weitgehend klar. In einem Prozess dürfte es "sehr eng" für die Verantwortlichen der Bahn werden. Udo Vetter hat darüber nachgedacht.

RJ




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